Der Beschluß von Rio

Zentrales Thema in Rio war die Verabschiedung einer Klimakonvention, mit der die Änderung des Erdklimas bekämpft werden soll. Die Agenda 21 geht allerdings weit über den Klimaschutz hinaus. In ihr wurde berücksichtigt, dass ein wirksamer Klima- und Umweltschutz nur erfolgen kann, wenn auch die sozialen und wirtschaftlichen Zusammenhänge berücksichtigt werden, da wegen der bestehenden gesellschaftlichen Strukturen und des menschlichen Konsumverhaltens diese Bereiche aufs Engste miteinander verknüpft sind.

Der Beschluss von Rio ist in 40 Handlungsfelder eingeteilt, die nach vier Teilgebieten sortiert sind:

  1. Teilgebiet: Soziale und wirtschaftliche Dimensionen einer globalen Umweltpolitik
  2. Teilgebiet: Erhaltung und Bewirtschaftung der Lebensgrundlagen und Rohstoffe
  3. Teilgebiet: Stärkung der Rolle wichtiger Akteure
  4. Teilgebiet: Möglichkeiten der Umsetzung einer nachhaltigen Entwicklung.

Im dritten Teil findet sich auch das Handlungsfeld 28, dass Initiativen der Kommunen zur Unterstützung der Agenda 21 fordert. In der Präambel zu diesem dritten Teil heißt es:

"Eine der Grundvoraussetzungen für die Erzielung einer nachhaltigen Entwicklung ist die umfassende Beteiligung der Öffentlichkeit an der Entscheidungsfindung. Darüber hinaus hat sich im spezifischeren umwelt- und entwicklungspolitischen Zusammenhang die Notwendigkeit neuer Formen der Partizipation ergeben. Dazu gehören die Mitwirkung von Einzelpersonen, Gruppen und Organisationen an Umweltverträglichkeitsprüfungen sowie ihre Unterrichtung und Beteiligung an Entscheidungen, insbesonder solchen, die eventuell die Gemeinschaft betreffen, in der sie leben und arbeiten."

Die vier Grundprinzipien der angesprochenen Nachhaltigkeit sind:

Sie werden in der nächsten Folge behandelt.