Die vier Säulen der Nachhaltigkeit

  1. Säule - Zukunftsfähigkeit: Das Leben der zukünftigen Generationen darf nicht durch das Handeln der heutigen Generation in Frage gestellt werden. Auf einen privaten Haushalt übertragen hieße das vereinfacht: "Lebe von der Arbeit und den Zinsen deines Kapitals. Brauche das Kapital nicht auf und mache keine Schulden, für die deine Kinder die Zinsen bezahlen müssen."
  2. Säule - Soziale Gerechtigkeit: Alle auf dieser Welt sollten einen gerechten Zugang zu der Umwelt und zu den natürlichen Rohstoffen (Luft, Wasser, Ackerboden, Erze, etc.) haben. Vereinfacht: "Der Norden sollte nicht zu Lasten des Süden leben."
  3. Säule - Schutz der Umwelt: Bewahrung der Lebensgrundlage nicht nur für den Menschen, sondern für alle Arten der Natur. Vereinfacht: Die Zukunftsfähigkeit des Lebens auf der Erde liegt in seiner Vielfalt.
  4. Säule - Öffentliche Partizipation (aktive Teilnahme): Die Menschen müssen die Möglichkeit haben, an den Entscheidungen, die für sie und für eine nachhaltige Entwicklung von Bedeutung sind, mitzuwirken. Die Einbeziehung der Bürger stärkt die Eigenverantwortlichkeit und fördert das Problembewusstsein. Daher reicht es nicht, der bisherigen Bürgerbeteiligung den neuen Namen "Agenda 21" zu geben, sondern die Einbeziehung der Bürger muss eine neue Qualität bekommen.

Der erste Schritt zu dieser neuen Qualität sind die kommunalen Agenda 21-Gruppen. Ihre Grundanliegen werden in der nächsten Folge beschrieben.