Die Grundaufgabe aller Agenda-Gruppen: Bewußtseinsbildung

Die zukünftigen Herausforderungen an die Menschheit werden jeden von uns betreffen. Und wenn nicht uns, dann unsere Kinder und Enkel. Es ist unsere Aufgabe, heute dafür zu sorgen, dass sie morgen eine Erde vorfinden und von uns übernehmen, auf der sich angenehm und würdevoll leben lässt.

Die Konferenz von Rio fordert daher, dass ein Bewusstseinsbildungsprozess in der gesamten Weltbevölkerung einsetzt. Diese Bewusstseinsbildung soll es zunächst jedem von uns ermöglichen, die auf uns zukommenden Herausforderungen überhaupt zu erkennen. Als Folge dieser Erkenntnis soll sich dann ein gemeinsames Verantwortungsgefühl für unsere Zukunft bei uns herausbilden. Denn es muss bald gehandelt werden, um den bevorstehenden Herausforderungen wie Überbevölkerung, Rohstoffmangel und Umweltschädigungen zu begegnen.

Die Agenda 21 geht weit über den Umweltschutz hinaus. Sie basiert auf der Idee, dass ein wirksamer Umweltschutz nur erfolgen kann, wenn auch die sozialen und wirtschaftlichen Zusammenhänge berücksichtigt werden. Die Agenda 21 umfasst somit Handlungsbereiche, die das Gebiet der klassischen Umweltplanung sprengen, die ebenso Armutsbekämpfung, die Konsumgewohnheiten, den Gesundheitsschutz, die Siedlungsentwicklung oder die aktive Teilnahme von Frauen und Kindern betreffen.

Die Agenda 21-Gruppen sind angetreten, die hierfür notwendige Bewusstseinsbildung zu fördern und zu beschleunigen. Sie wollen dies durch Information und durch vorbildliche Aktionen erreichen. Dabei wird angestrebt, dies gemeinsam mit allen zu tun. Jeder ist aufgerufen und eingeladen, mitzuarbeiten und eigene Ideen einzubringen.

In den nächsten Folgen zeigen wir Ihnen einige Aufgabenfelder der Agenda 21 und beispielhafte Aktionen, die diese Bewusstseinsbildung fördern sollen.