Ziele der Agenda 21-Gruppen: Eine Welt und Partnerländer

1. Leitziel:
Eine zukunftsfähige Entwicklung in diesem Jahrhundert kann es nunmehr geben, wenn auf lokaler und internationaler Ebene ein offener Dialog, besonders mit bisher unterrepräsentierten und benachteiligten Gruppen und Personen, geführt, das Bewusstsein gegenseitiger Abhängigkeit und Zusammengehörigkeit gefördert, die kulturelle Vielfalt als Bereicherung genutzt und Solidarität geübt wird - mit dem Ziel sozialer Gerechtigkeit.
Die Zusammenhänge zwischen dem globalen Umwelt- und Armutsproblem auf der einen Seite und unseren eigenen Entwicklungen auf der anderen Seite müssen anerkannt und als Herausforderung auch für die kommunale Ebene angenommen werden.

2. Maßnahmen im Handlungsfeld "Eine Welt und Partnerländer":
Unter den zahlreichen Aufgabenbereichen, die der Arbeitskreis bei seiner Gründungsversammlung definiert hat wurde als Arbeitsschwerpunkt die Informations- und Bewusstseinsarbeit über Lebens- und Arbeitsbedingungen in Ländern des Südens gewählt.
Damit eng verbunden sind

  • der globale Handel
  • der Konsum von Produkten, die in der "Dritten Welt" (teil)produziert werden
  • die Produktionsbedingungnen dort
  • Kinder- und Frauenarbeit
  • Ökologische Auswirkungen beim An- bzw. Abbau von Rohstoffen und vieles mehr

3. Aktion "Kann denn Mode Sünde sein?":
Das Thema Mode eignet sich hervorragend zur Umsetzung der umwelt- und entwicklungspolitischen Agenda 21 auf lokaler Ebene.
Im Themenbereich von Baumwollanbau, Produktion von Textilien und "Entsorgung" von Altkleidern lassen sich ökologische und soziale Auswirkungen unseres Konsumverhaltens verdeutlichen.
Der größte Teil der Kleidung und auch Sportartikel wird in Ländern des Südens (teil)produziert - oft unter menschenunwürdigen Bedingungen - meist Frauen und auch Kindern. Dabei ist oft gar nicht mehr nachvollziehbar, woher jedes einzelne Stück kommt (auch wenn "made in Germany" auf einem Label steht!). Die Teile einer Jeans z.B. können insgesamt 19 000 km zurücklegen, bis sie auf dem Ladentisch liegt. Da jeder Mensch hautnah von der Thematik betroffen ist, hoffen wir, dass wir Menschen - besonders auch Jugendliche - ansprechen können, die sonst nicht für umwelt- und entwicklungspolitische Fragen offen sind.

Unser Ziel ist, die Mitbürgerinnnen und Mitbürger dazu zu bringen

  • über ihr Konsumverhalten und dem damit verbundenen "ökologischen und sozialen Rucksack (oder Fußabdruck)" in Ländern des Südens nachzudenken - und
  • ihr Konsumverhalten zu überdenken und langfristig zu ändern.
  • sich ihrer Macht als Konsumenten bewusst zu werden und diese zu nutzen im Hinblick auf eine Einflussnahme auf Produktionsbedingungen in den armen Ländern.

Dies schließt die Vorstellung der Themenbereiche der einzelnen Arbeitskreise der Weilheimer Agenda 21 ab. Wer Interesse an den Themen hat, findet in der letzten Folge Hinweise, wo und wie er mitarbeiten kann.

Kontakt

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