Chronik Deutenhausen

Deutenhausen

Älteste urkundliche Erwähnung des Ortes und der Edlen von Tutenhusen. Bischof Norbert von Chur weist in einer Urkunde seiner Chorherrenstiftung in Habach Besitzungen in Tutenhusen zu.
Die Edlen von Tutenhusen treten in vielen Rechtsgeschäften der umliegenden Klöster als Zeugen auf.
Heinrich von Tutenhusen stiftet das Patronatsrecht über die Kirche sowie das Widum dem Kloster Polling. Anfang des 13. Jahrhunderts stirbt das Geschlecht der Edlen von Tutenhusen aus.
Der Streit um das Erbe der Edlen von Deutenhausen geht bis zum höchsten Gericht Bayerns.
Am 9. August schenkt Probst Ulrich von Polling den Deutenhausener Zehent dem Kloster Polling. Die Pfarrei Deutenhausen wird von den Augustinerchorherren von Polling betreut.
Die Gottesdienste werden mit der Pfarrei Marnbach im Wechsel abgehalten. Dazu wird ein im Kloster Polling wohnender Pater als Vikar bestellt. Das Kloster Polling stellte bis zur Säkularisation 1802 die jeweiligen Vikare.
Aus der Zeit um 1527 stammt die Muttergottesfigur, die in der Mitte des barocken Hochaltars steht. Sie wird dem bekannten Bildhauer Hans Leinberger zugeschrieben. Die teilweise noch erhaltenen Fresken und ein "Heiland in der Rast" dürften in der selben Zeit entstanden sein, letzterer eventuell von Hans Krumpper.
Nachdem mehrmals die Ortschaft von schweren Unwettern heimgesucht wurde, gelobten die Deutenhausener, sich jeden Samstag zu einer gemeinsamen Bittandacht in ihrer Kirche zu versammeln.
Die Kirche wird barock ausgestattet. Die gotischen Fresken werden übermalt, die Flachdecke durch ein Holzgewölbe ersetzt. Die originellen Stuckarbeiten werden dem Pollinger Benedikt Perghofer zugeschrieben.
Die Kirche wird von Prälat Töpsel neu eingeweiht. Aus dieser Zeit dürfte auch der prunkvolle Hochaltar mit den Figuren von Franz Xaver Schmädl stammen. Zwischen 1736 und 1740 übt der spätere Prälat Töpsel das Vikarsamt in Deutenhausen aus.
Die Kirche in Deutenhausen wird eine viel besuchte Wallfahrtskirche.
In jener Zeit gehörten von den zehn Anwesen des Dorfes sechs dem Kloster Polling, zwei dem Kloster Benediktbeuern und je eines dem Kloster Wessobrunn und der Kirche Deutenhausen.
Der Kirchturm erhält anstelle des Spitzturmes eine Zwiebelhaube.
In diesen Jahren wurden die Seitenaltäre von Lukas Troger geschaffen, die Bilder dazu stammen von Sebastian Jaud.
Mit dem Gemeindeedikt für das Königreich Bayern wird Deutenhausen zur politischen Gemeinde erhoben, zu der auch Marnbach und die umliegenden Weiler gehören.
Die aus dem 1802 aufgehobenen Kloster Polling stammende Balustrade des dortigen Bibliothekssaales wird in der Kirche von Deutenhausen als Empore und Chorschranke weiterverwendet.
Gründung des Veteranenvereines.
Gründung der Freiwilligen Feuerwehr Marnbach-Deutenhausen.
Gründung des Zimmerstutzenschützenvereines.
Bau eines Feuerwehrhauses in Deutenhausen.
Erster Weltkrieg, die wehrpflichtigen Männer des Ortes werden zum Kriegsdienst einberufen, viele davon sind in diesem Kriege gefallen.
Einführung der elektrischen Stromversorgung im Ortsgebiet.
Zweiter Weltkrieg, erneut werden die wehrpflichtigen Männer des Ortes zum Kriegsdienst einberufen, die Gefallenen- und Vermisstenzahlen übersteigen die des vorangegangenen Weltkrieges erheblich.
Viele Heimatvertriebene werden vorübergehend in der Gemeinde untergebracht, für manche wird Deutenhausen zur neuen Heimat.
Beginn der Flurbereinigung "Deutenhausen II".
Im Rahmen der kommunalen Gebietsreform in Bayern wird die Gemeinde Deutenhausen in die Stadt Weilheim eingemeindet.
Deutenhausen feiert das 900-jährige Fest der erstmaligen Erwähnung des Ortes.
Vollständige Renovierung der Pfarrkirche Sankt Johannes der Täufer.
Gründung eines Vereines für Gartenkultur für Marnbach-Deutenhausen.

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