Chronik Unterhausen

Unterhausen

Erwähnung von Wolf von Hausen (Hausen=Unterhausen), Berthold von Hausen und Leutold (Luitold) von Hausen als Lehens- und Dienstmannen der Grafen von Andechs.
Meginhard (Meinhard) und Gebolf von Dietlhoven (Dietlhofen) geben ein in Pasing gelegenes Gut an das Kloster Schäftlarn.
Die Edlen Eberhart von Marhpach und Lantfried von Dietlhoven geben das Gut an das Kloster Polling.
Konradus von Schöndorf (Schondorf), gestorben 1301, wird als in Unterhausen ansässig erwähnt.
Errichtung der Kirche zu Unserer Lieben Frau in Unterhausen. Die Edlen von Schondorf sorgen dafür, dass Unterhausen einen eigenen Pfarrer erhält und übertragen diesem einen Viertelhof und die ihnen in der Unterhausener Flur gehörenden Zehentrechte.
Der landesfürstliche Richter von Weilheim, zugleich Richter zu Pähl, hält an der offenen Schranne zu Dietlhofen Gericht.
Das Heilig-Geist-Spital Weilheim besitzt ein Gut in Dietlhofen.
Ulrich genannt der Peck (Bäcker) von Unterhausen gibt der Bruderschaft des Sankt-Ulrich-Altares zu Weilheim ein sog. Ewiggeld (Kredit) von einem Gulden rheinischer Münze.
Die Adeligen Ludwig und Jorg Hering tauschen zwei Güter zu Dietlhofen, das vormals dem Spital zu Weilheim gehörte, gegen ein andernorts gelegenes Gut. Ferner wird in dieser Tauschurkunde erwähnt, dass Dietlhofen zur Pfarrei Unterhausen gehört.
Nach dem Tode des Landrichters Ludwig Hering verkauft dessen Witwe ganz Dietlhofen an das Kloster Andechs.
Schriftliche Erwähnung von Johannes Prigel als Pfarrer von Unterhausen.
Zwölf Kardinäle unterzeichnen in Rom eine Bulle, nach der jemand einen Ablass von 40 Tagen erhält, welcher öfters im Jahr die Kirche in Unterhausen besucht oder zur Reparatur der Kirche, zur Anschaffung von Kelchen, zur Unterhaltung der Lichter und der Paramente hilfreiche Hände bietet. Dieser Ablassbrief trug wesentlich dazu bei, dass aus der Ortskirche von Unterhausen eine Wallfahrtskirche wurde.
Das Kloster Andechs verkauft die Güter in Dietlhofen an das Heilig-Geist-Spital in Weilheim.
Aus dieser Zeit stammen die beiden gotischen Holzfiguren in der Pfarrkirche Unterhausen, Sankt Leonhard und Sankt Wolfgang.
Der Bildhauer Johann Degler schuf den Hochaltar der Pfarrkirche mit der auf silbernen Wolken thronenden Muttergottes, die Fassung stammt von Elias Greither.
In diesen Jahren sterben insgesamt 38 Einwohner von Unterhausen an der Pest.
Das Communikantenverzeichnis der Pfarrei erwähnt 80 getaufte Personen, das Salbuch der Pfarrei nennt ferner zwei Halbe Höfe, drei Viertelhöfe und eine Sölde in Unterhausen, wovon die Sölde dem Kloster Polling, zwei Halbe Höfe und ein Viertelhof dem Kloster Andechs gehören.
Das Kloster Diessen erhält das Patronatsrecht der Pfarrei Unterhausen.
Das Patronatsrecht der Pfarrei Unterhausen gelangt an das gräfliche Haus Vieregg.
Das Langhaus der Pfarrkirche wird nach Westen hin verlängert und mit Gemälden des Malers Joseph Baader von Lechmühl versehen.
Mit dem Gemeindeedikt für das Königreich Bayern wird das Pfarrdorf Unterhausen zur politischen Gemeinde erhoben.
Die Pfarrkirche erhält eine Orgel.
Pfarrer Kaspar Juvenal Greinwald verfasst eine Beschreibung der Pfarrei Unterhausen.
Der Pfarrhof und das dazu gehörige Ökonomiegebäude werden gründlich renoviert.
Eine Rechnung v. 9.12.1883 ist der älteste Beleg über die Existenz einer Freiwilligen Feuerwehr in Unterhausen.
Die Pfarrkirche erhält eine neues Orgelwerk, errichtet von den Orgelbaumeistern Heinrich und Max Koulen aus Augsburg.
Erster Weltkrieg, die wehrpflichtigen Männer des Ortes werden zum Kriegsdienst einberufen, viele davon sind in diesem Kriege gefallen.
Die Pfarrkirche erhält drei neue Glocken.
Unterhausen zählt zu dieser Zeit etwa 450 Einwohner.
Zweiter Weltkrieg, erneut werden die wehrpflichtigen Männer des Ortes zum Kriegsdienst einberufen, die Gefallenen- und Vermisstenzahlen übersteigen die des vorangegangenen Weltkrieges erheblich.
Die Einwohnerzahl ist durch den kriegsbedingten Zustrom von Heimatvertriebenen auf knapp 600 Einwohner angewachsen.
Die Freiwillige Feuerwehr kann wieder 38 aktive Mitglieder aufweisen.
Einweihung des Gemeindehauses.
Errichtung des neuen Feuerwehrhauses mit Schlauchturm.
Errichtung eines Kindergartens.
Im Rahmen der kommunalen Gebietsreform in Bayern wird die Gemeinde Unterhausen in die Stadt Weilheim eingemeindet.
Die Kirchenorgel wird renoviert und der ehem. Bürgermeister Michael Deininger lässt die beiden Seitenaltäre renovieren.
500-jähriges Jubiläum der Wallfahrtskirche Unterhausen.
Einweihung des Unterhausener Vereinsheimes, dem sog. Deininger-Anwesen.

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