Bewirtschaftung des Stadtwaldes Weilheim

Nach dem Bayer. Waldgesetz sind Kommunalwälder „vorbildlich“, „mit qualifiziertem Forstpersonal“ und „nach einem Forstwirtschaftsplan“ zu bewirtschaften, da öffentliche Wälder „besonders dem allgemeinen Wohl“ dienen. Besondere Interessen der Kommune sind zu berücksichtigen.

Zahlreiche Waldfunktionen wie Erholung, Naturschutz und Wasserschutz sowie Schutzgebietsvorschriften nach dem Naturschutzrecht sind deshalb mit der Ertragsfunktion der Wälder in Einklang zu bringen.

Die Stadt Weilheim hat seit 1984 mit der Bayer. Forstverwaltung (Amt für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten Weilheim) die Betriebsleitung und –ausführung des Stadtwaldes vertraglich gegen Entgelt geregelt.

Stadtwaldförster ist Forstoberinspektor Christian Schuller; seine Sprechzeiten sind jeweils dienstags 8:00 bis 12:00 im AELF Weilheim, Krumpperstr. 18-20; FD Dr. Stephan Gampe ist derzeit Betriebsleiter.

Das Amt bewirtschaftet den Stadtwald in enger Abstimmung mit der Stadt mit Gewinnerzielungsabsicht unter Beachtung der Grundsätze einer naturnahen Forstwirtschaft in vorbildlicher Weise. In besonderem Maße werden die Belange der Erholung, des Naturschutzes, der Landschaftspflege und der Wasserwirtschaft berücksichtigt, alle Waldfunktionen gesichert. Die Möglichkeiten der finanziellen Förderung durch den Freistaat Bayern werden dabei optimiert.

Der Stadtwald wird vom Amt gerne zu überregionalen Veranstaltungen, Schulungen waldpädagogischen Veranstaltungen und als Lehrwald für Ausbildungen, u.a. auch für Landwirtschaftsschüler und ausländische Gäste genutzt.

Die forstlichen Maßnahmen werden in enger Absprache mit der Stadt geplant. Die Durchführung erfolgt durch private Unternehmer und der Holzverkauf über die Waldbauernvereinigung Weilheim. Zwei als selbständige Unternehmer arbeitende Waldarbeiter mit bester Ortskenntnis führen kleinere Waldarbeiten durch, größerer Aufträge werden ausgeschrieben.

Der städtische Bauhof wirkt beim Wegeunterhalt und den Verkehrssicherungsarbeiten mit.

Ca. 30 Bürger mit Nachweis einer Motorsägenschulung können derzeit jährlich gegen Entgelt ihr Brennholz im Stadtwald selbst machen nach Auszeichnen der Bäume durch den Förster.

Die jährlichen finanziellen Erträge aus dem Stadtwald (Holzverkauf) lagen in den letzten Jahren je nach Einschlagshöhe und Marktpreisen bei 150 000 € bis 250 000 €. Je nach jährlichen Ausgaben und Investitionen ergeben sich damit Gewinne von derzeit 200 - 300 €/ha Wald.

1990 sind rd. 90 ha älterer Wälder durch den Sturm „Wiebke“ und folgenden Borkenkäferbefall zerstört worden. Danach wurden viele Laubwälder aufgeforstet, sodass ein Großteil des Stadtwaldes aus jungen und gleichalten Wäldern besteht.

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