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Andreasmarkt & Bauernmarkt

am 24. November 2019

in Weilheim i.OB

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Der Markt hat schon eine lange Tradition und findet in der Oberen Stadt sowie auf dem Rathausplatz statt.

Regionalbischof Axel Piper wird mit Ehrenring der Stadt Weilheim ausgezeichnet

Am 28. Mai 2019 erhielt Regionalbischof Axel Piper für sein Wirken als Dekan des Dekanats Weilheim im Rahmen einer feierlichen Sitzung des Weilheimer Stadtrates im Stadttheater den Goldenen Ehrenring der Stadt Weilheim überreicht. Dieser kann an Persönlichkeiten verliehen werden, die durch ihre besonderen Leistungen auf den Gebieten der Kunst und Wissenschaft, der Wirtschaft, des Sozialwesens oder des öffentlichen Lebens das Wohl oder das Ansehen der Stadt gemehrt haben. Iden Beschluss dazu fasste der Weilheimer Stadtrat in seiner Sitzung am 29. November 2018.

Im Beisein zahlreicher Ehrengäste – etwa dem Altbürgermeister und Ehrenbürger der Stadt Klaus Rawe und dem Ehrenringträger Dekan Ludwig Hauck – , würdigte Weilheims Erster Bürgermeister Markus Loth die Verdienste von Axel Piper in den vergangenen fünfzehn Jahren als Leiter eines der größten Dekanate in ganz Bayern und als Pfarrer in der evangelischen Kirchengemeinde in Weilheim, dem Angebote für die Jugend und die Ökumene besonders am Herzen lagen. Ob als Wallfahrer nach Andechs oder als Reiseleiter zu den Wurzeln der Reformation und bei vielen anderen Gelegenheiten wurde dieses sichtbar.

Auch bei der im Jahr 2004 unter dem Dach der Diakonie gegründetenTafel in Weilheim und beim Hilfsfond „Weilheimer Menschen in Not“ waren er ebenfalls engagiert mit dabei: Auch den Unterstützerkreis Asyl sowie die vielfältige Hilfe und Beratung für Flüchtlinge in der Diakonie Oberland fanden seine Unterstützung. Mit seinem Amt war auch die Verantwortung für das Evangelische Bildungswerk, das Jugendwerk im Dekanat Weilheim sowie das evangelische Kinderhaus hier in Weilheim verbunden, das seit Jahrzehnten ein wichtiger Partner in Sachen Kinderbetreuung für die Stadt ist.

Das größte Projekt seiner Amtszeit war sicherlich der Neubau des Evangelischen Gemeindehauses, der 2012 eingeweiht wurde. Vier Jahre später erhielt die Apostelkirche neue Glocken. Das Reformationsjubiläum 2017 wurde das ganze Jahr gefeiert, beispielsweise mit dem ökumenischen Christusfest der katholischen und evangelischen Kirche und dem Reformationsfest mit den Lichtkunstprojektionen des Künstlers Philipp Geist.

Als Aufsichtsratsmitglied der Herzogsägmühle hat er aktiv daran mitgewirkt, dass Einrichtungen – wie etwa das Herzog-Christoph-Haus in Weilheim – aus dem Dorf hinaus in die Mitte der umgebenden Orte kamen.

Vor der Verleihung des Ehrenringes bedankte sich Weilheims Erster Bürgermeister Markus Loth auch noch bei der Frau des Regionalbischofs Sabine Piper für die Unterstützung ihres Mannes mit einem Blumenstrauß.

  • Verleihung Ehrenring
    Weilheims Erster Bürgermeister Markus Loth überreichte Regionaldekan Axel Piper den Goldenen Ehrenring der Stadt Weilheim i.OB. Dabei würdigte er mit einem Blumenpräsent an Sabine Piper deren Unterstützung. (v.re.) Foto: Heberlein/Stadt Weilheim
  • Ehrening
    Der Goldene Ehrenring ist aus 18-karätigem Gold und trägt oben ein stilisiertes Wappen der Stadt Weilheim i.OB. Die Umschrift lautet „Dem verdienten Bürger – Stadt Weilheim i.OB“. In der Innenseite ist der Name des Ausgezeichneten und das Datum der Verleihung eingraviert. Frau Rau von der Goldschmiede Perchermeier fertigte diesen meisterhaft an.(Foto: Heberlein, Stadt Weilheim)
  • 2019 Ehrenring Dankesrede Axel Piper
    Bei seiner Dankesrede bezeichnete sich der Regionalbischof als Platzhalter für all die, die sich gemeinsam mit ihm und anderen für die Stadtgesellschaft, für unser Weilheim eingesetzt haben. (Foto: Heberlein/Stadt Weilheim)
  • Verleihung Ehrenring
  • Ehrening
  • 2019 Ehrenring Dankesrede Axel Piper

Im Anschluss an die Verleihung hielt die stellvertretende Dekanin des Dekanats Weilheim Bärbel Ehrmann ein Grußwort, in dem sie noch einmal die Persönlichkeit und das Wirken Axel Pipers innerhalb des Dekanats würdigte:

„Wir im Dekanat wissen ja sehr genau, wen wir vermissen, wie er unser Miteinander geprägt hat, was für eine Lücke er hier hinterlassen hat, weit über die Stadt Weilheim hinaus. Nein, ich fange gar nicht erst an, aufzuzählen. So vieles ist gesagt und geschrieben worden anlässlich Deines Abschieds, Axel. Wohl überlegte, von Herzen kommende Worte, Worte der Hochachtung, der Dankbarkeit, der aufrichtigen Zuneigung. Sie gelten. Sie müssen nicht wiederholt und gesteigert werden.

Die Würde des Menschen, sagt Max Frisch, besteht in seiner Wahl.

Ein Mensch kann für sich Entscheidungen treffen, die nicht nur für ihn selbst gut und richtig sind, sondern anderen zugute kommen. Jeder von uns hat die Möglichkeit, sich mit seinem, ihrem Wissen und Können, den eigenen Lebens- und Glaubenserfahrungen, den Ideen und Visionen zur Verfügung zu stellen und Verantwortung zu übernehmen. Als Christen glauben wir, dass unsere Entscheidungen immer zwei Seiten haben: die Entscheidung, die ein Mensch für sich trifft - und die Entscheidung, die Gott für einen Menschen trifft, ihm soz. in´s Herz gelegt hat. Erst rückblickend ahnen wir dann, dass es an manchen Wegkreuzungen des Lebens nicht Zufall, auch nicht nur die eigene Willenskraft war, was den Weg in die eine oder andere Richtung gewiesen hat. Wenn Gott und Mensch die Wahl haben, kann miteinander Wunderbares geschehen

Die Würde des Menschen, seine innere, die eigentliche Würde besteht in seiner Wahl. Wenn dies dann auch öffentlich wahrgenommen und gewürdigt wird, ist das höchst erfreulich und keineswegs selbstverständlich.

Axel Pipers Entscheidung vor 15 Jahren, nach Weilheim zu kommen und hier, an der Spitze und gemeinsam mit all den evangelischen Christen unseres Dekanats Zeuge zu sein für die Botschaft Jesu von einem Gott, der seine Menschen liebt – aus dieser Entscheidung durfte unglaublich viel Segensreiches entstehen. Jetzt wird seine Wahl für die Menschen im Kirchenkreis Augsburg dort Segen wirken und wird (so sehr ich als Augsburgerin ein Herz für diese schöne Stadt und ihre Menschen habe) für manch herrlich frischen Wind und überraschend unkonventionellen, humorvollen und leidenschaftlichen Geist sorgen,“ so Frau Ehrmann.

Bei seiner Dankesrede bezeichnete sich der Regionalbischof als Platzhalter für all die, die sich gemeinsam mit ihm und anderen für die Stadtgesellschaft, für unser Weilheim eingesetzt haben: Die Kirchengemeinde, Kirchenvorstand, all die engagierten Ehrenamtlichen und Hauptamtlichen, die Mitarbeitenden vom Haus für Kinder bis hin zur Tafel. Wenn man gerecht wäre, dann müsste man den Ehrenring teilen in lauter kleine Goldstücke, die sich so viele Mitstreiterinnen und Mitstreiter verdient hätten. Oder umgekehrt: Dieser Ehrenring besteht aus lauter kleinen Goldstücken, nämlich den Engagierten. Und die sind in diesem Ring kunstvoll zusammengefügt.

Er sprach von seiner Freude, sich als Mensch und evangelischer Dekan in und für Weilheim zu engagieren, denn die Verantwortlichen in der Stadt und auch in der katholischen Geschwisterkirche hatten es ihnen einfach gemacht und wenn nötig sie sehr unterstützt. Und in Zeiten, als die Ökumene mal nicht so ganz reibungslos, wie eigentlich gewohnt, funktioniert hat, zum Beispiel um die Feier des Stadtjubiläums herum, war es die Stadt, die sie in ihren ökumenischen Bemühungen geholfen hat. Weil es der Stadt ein Anliegen ist, dass es den Kirchen gut geht, gefälligst auch miteinander. Wie schön! Ein freundschaftliches, vertrauensvolles Miteinander, verlässlich und offen und konkret hilfreich. Herr Piper meinte er könnte also den Ehrenring auch zurückgeben, tue es aber nicht!

Denn dieser Ring ist für ihn auch so etwas wie ein Merkposten. Eine Bestätigung für sein Bild von Kirche in Weilheim und Augsburg und anderswo:

„Sie ist als Institution Teil der Gesellschaft, wie es jeder Mensch der sich in ihr engagiert, ist. Sie ist nichts Besseres, die sich erheben könnte und nichts Anderes, die sich in einen Schmollwinkel zurückziehen dürfte. Auch dann nicht, wenn viele Menschen mit Kirche nichts mehr anfangen können. Im Gegenteil: Dann müssen wir als Kirche umso mehr dort sein, wo die Menschen sind: Wir dürfen nicht stehen bleiben, müssen dort hingehen, wo Menschen leben. Müssen hinhören, was sie denken, was Ihnen wichtig ist. Müssen hinschauen, wo sie in Not sind und müssen sie stärken in ihrer Freude am Leben. Das, was Kirche wertvoll macht, ist ihre Botschaft von der bedingungslosen Liebe Gottes, der will, dass Menschen in dieser Welt ihr Glück finden. Und was unsere Kirche wertvoll macht, sind die vielen Menschen, die diese Liebe Gottes weitertragen und bezeugen.“

„Es gilt, was Dietrich Bonhoeffer einmal gesagt: Kirche ist nur dann Kirche, wenn sie für andere da ist. Das schreibt er in seinem Buch: Widerstand und Ergebung. Er schreibt das in einer auch für die Kirche unvergleichlich schweren Zeit, in der Zeit der NS Diktatur. Und weiter heißt es: Sie muss an den weltlichen Aufgaben des menschlichen Gemeinschaftslebens teilnehmen, nicht herrschend, sondern helfend und dienend. Sie muss den Menschen aller Berufe sagen, was ein Leben mit Christus ist, was es heißt, „für andere da zu sein“.

Kirche ist niemals Selbstzweck. Davon bin ich zutiefst überzeugt. „Unsere Aufgabe bleibt zu fragen: Was können wir dazu beitragen, dass Armut gelindert wird, Menschen Trost erfahren, dass wir auch als Stadtgesellschaft miteinander respektvoll und achtsam umgehen, auch wenn es verschiedenen Meinungen gibt im Wahlkampf oder so wichtigen Fragen wie einer Entlastungsstraße für Weilheim Und auch unsere Stimme erheben, wenn nach unserer Überzeugung christliches Miteinander in Gefahr ist," so der Regionalbischof Axel Piper.

Den musikalischen Rahmen des Festaktes gestalteten Lehrkräfte der Städtischen Musikschule. Das Trio bestehend aus Jutta Haberhauer an der Querflöte, Anita Schmid-Egger am Violoncello und George Davis am Klavier erhielt viel Applaus für seine Darbietungen.

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