drei Frauen und ein Mann überreichen Rosen an Frauen, die im Bahnhof auf einer runden Bank sitzen. Weilheims 3. Bürgermeister Alfred Honisch und seine Bürgermeisterkollegin Angelika Flock überraschten zusammen mit Anneliese Back und Claudia Hanke vom FairTrade Steuerungsteam Frauen mit Rosen am Weilheimer Bahnhof. (Foto: FairTrade Weilheim)

Rosenverteilaktion am Bahnhof durch das Fairtrade-Steuerungsteam am 08. März

Eine Rose sagt mehr als tausend Worte. Zum Weltfrauentag dient sie als Symbol für Anerkennung und Wertschätzung. Diese Werte sollten auch beim Anbau der beliebten Blumen gelten. Doch die Realität in den Anbauländern von Rosen sieht oft anders aus. Sie kommen meist aus Ostafrika. Viele Arbeiterinnen auf den Rosenfarmen in Kenia, Äthiopien und Tansania arbeiten unter schlechten Bedingungen, wie fehlende Arbeitsverträge oder mangelnder Arbeitsschutz.

Dass es anders geht, darauf macht die Aktion „Flower Power – Sag’s mit fairen Blumen“ von Fairtrade aufmerksam. Weilheim macht mit und rückt so Frauenrechte ins Blickfeld. Durch den fairen Handel stärken Blumenarbeiterinnen ihre Rechte und können ihre Arbeits- und Lebenssituation verbessern. Bereits ein Drittel der Rosen, die hierzulande verkauft werden, tragen das Fairtrade-Siegel.

Die Fairtrade-Stadt Weilheim geht als Vorbild voran

Seit 2018 ist Weilheim ausgezeichnete Fairtrade-Stadt und setzt sich auf lokaler Ebene für faire globale Handelsbedingungen ein. Die Fairtrade-Aktion „Flower Power“ ist zugleich Anlass, aktuell etwas Farbe und Freude zu verbreiten: „Es ist ein kleines Dankeschön für unsere Bürgerinnen und Bürger und gleichzeitig setzen wir ein Zeichen, dass wir als Fairtrade-Stadt auch in Pandemie- und Krisenzeiten aktiv bleiben“, so die Mitglieder des Fairtrade-Steuerungsteams.

Am Bahnhof wurden am Weltfrauentag, 8. März in Weilheim ankommende Frauen mit einer fairen Rose begrüßt und über den fairen Handel mit Blumen informiert. Die Aktion wurde großzügig von einem Weilheimer Blumengeschäft unterstützt.

Flower Power für mehr Gleichberechtigung in den Anbauländern

Fairtrade hat sich zur Aufgabe gemacht, die Position von Frauen in Produzentenländern zu stärken – sei es im Job, in den Gemeinden oder in der Familie. Fairtrade-Blumenplantagen sind verpflichtet, ihre weiblichen Mitarbeiterinnen zu fördern, beispielsweise durch Weiterbildungen. In speziellen Gender-Gremien vertreten und stärken sie ihre Bedürfnisse. Dass Frauen sich - gestärkt durch die Regeln der Fairtrade-Standards - aktiv für ihre Rechte einsetzen, führt nachweislich zu mehr Gleichberechtigung, belegte eine Studie 2020.

Hintergrund

Als unabhängige Organisation handelt Fairtrade Deutschland e. V. nicht selbst mit Waren, sondern setzt sich dafür ein, den Handel mit fair gehandelten Produkten und Rohstoffen zu fördern und mehr Bewusstsein für nachhaltigen Konsum zu erreichen. Fairtrade Deutschland gehört zum internationalen Verbund Fairtrade International e.V., in dem Fairtrade-Organisationen aus 25 Ländern und die drei kontinentalen Produzentennetzwerke zusammengeschlossen sind. Fairtrade International entwickelt die international gültigen Fairtrade-Standards. Alle beteiligten Akteure entlang der Lieferkette werden regelmäßig von FLOCERT GmbH kontrolliert. Die Gesellschaft arbeitet mit einem unabhängigen und weltweit konsistenten Zertifizierungssystem nach den Anforderungen der Akkreditierungsnorm ISO (International Organization for Standardization) 17065 / DIN (Deutsche Institut für Normung)  EN (Europäische Norm) 45011. Nähere Informationen finden Sie auf den Webseiten von Fairtrade Deutschland e. V., Fairtrade International und FLOCERT GmbH.

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