Der Stadtförster spricht zu einer Gruppe Jugendlicher im Wald Der Stadtförster erklärt den Schülern aus Weilheim und Narbonne die Bedeutung des Waldes. (Foto: Stadt Weilheim)

Schülerinnen und Schüler der 8. Klassen des Gymnasiums Weilheim haben mit Jugendlichen aus der französischen Partnerstadt Narbonne im Weilheimer Stadtwald junge Weißtannen gepflanzt. „Unser deutsch-französischer Austausch dient dazu, die Lebenswelt der jeweils anderen kennenzulernen. Dieses Jahr widmen wir uns besonders dem Wald. Die Teilnehmenden lernen, wie der sich durch den Klimawandel verändert“, sagte Ursula Lack, Lehrerin am Gymnasium in Weilheim. Angelika Flock, die Zweite Bürgermeisterin der Stadt Weilheim, begrüßte die Jugendlichen und betonte die Wichtigkeit des gemeinsamen Handelns: „Nur wenn man sich gegenseitig und die Umgebung des jeweils anderen kennenlernt, kann man Toleranz und Respekt lernen als Basis für Demokratie, Frieden und letztlich auch für den Klimaschutz“, erklärte sie.

Sowohl in Weilheim als auch in Narbonne sind die Folgen des Klimawandels bereits stark spürbar. „In Narbonne gibt es nahezu keinen Wald mehr“, erklärten die Schulkinder. Die Wälder rund um Narbonne leiden durch die zunehmenden Waldbrände unter starker Bodenerosion. Die Wälder in Oberbayern kämpfen mit längeren Trockenperioden im Sommer und einer steigenden Zahl von Schädlingen.

Im Rahmen der Pflanzaktion im Stadtwald konnten die Schülerinnen und Schüler nicht nur mit Christian Schuller, Förster im Stadtwald Weilheim, über die Klimaveränderungen sprechen, sondern auch selbst aktiv werden. Gemeinsam pflanzten sie junge Weißtannen.

„Die Weißtanne ist eine Baumart, die als vergleichsweise klimaresilient gilt und langfristig zur Stabilisierung der Wälder beitragen kann“, erklärte Christian Schuller. “So etwas machen wir sonst nie in der Schule. Es war eine wunderbare Erfahrung, etwas über den Klimaschutz zu lernen und zusammen mit unseren Austauschpartnern Bäume zu pflanzen”, zeigte sich die Narbonner Schülerin Zoé begeistert über das Projekt. In Narbonne werden die deutschen und französischen Schulkinder unter anderem mulchen, um die durch die Waldbrände belasteten Böden vor weiterer Erosion zu schützen.

Ihr Engagement für eine nachhaltige Zukunft und ihre Erfahrungen im Projekt halten die Schülerinnen und Schüler in Fotografien fest. Diese werden als Fotoausstellung am Samstag, 25. April 2026, im Rahmen des Weilheimer Zukunftsfests im Pfarrheim Miteinander präsentiert.