2.5.1 Tag der Kinderbetreuung

Gruppenbild Kindergartenteam mit Angelika FlockBeim Besuch des Teams der Unterhausener Dorfspatzen bedankte sich Weilheims Zweite Bürgermeisterin Angelika Flock (links) für das Engagement zum Wohle der Kinder. (Foto: Stadt Weilheim).

Am 12. Mai beging die Stadt Weilheim i.OB den Tag der Kinderbetreuung - bereits zum fünften Mal. In diesem Jahr besuchten die Zweite Bürgermeisterin und Kita-Referentin Angelika Flock sowie Vertreterinnen und Vertreter der Stadt alle Kindertagesstätten sowie die Mittagsbetreuung in der Ammerschule und die Offene Ganztagsschule (OGTS) in der Hardtschule persönlich, um dem dortigen Personal für die großartige Arbeit unter oft schwierigen Bedingungen zu danken und als Geschenk ein Blumentöpfchen und Schokolade zu überbringen.

2.5.2 Kita-Fachtag

Der 2. Weilheimer Kita-Fachtag am 7. Oktober stand im Zeichen von Respekt und Wertschätzung der Stadt gegenüber ihren Fachkräften aus Kindertageseinrichtungen, Studierenden und Schülern betreffender Einrichtungen, Fachberatungen und Trägern von Kindertageseinrichtungen. Das Organisationsteam um die Zweite Bürgermeisterin Angelika Flock freute sich über die Resonanz von weit über 300 überregionalen Teilnehmenden und fühlte sich in der gewählten Thematik bestätigt. Vielfalt und Inklusion sind zentrale Themen in der frühen Bildung und stellen pädagogische Fachkräfte vor besondere Herausforderungen, bieten aber auch Chancen.

In Fachvorträgen und verschiedenen Workshops übermittelten kompetente Vertreter dieses Arbeitsfelds praktische und inhaltliche Impulse für die wertvolle und kraftaufwendige Arbeit mit den Kindern. Die Moderation des Fachtags übernahm Nick Lisson, der bekannte Moderator und stellvertretende Programmdirektor bei Antenne Bayern. Als Schirmherrin konnte Staatsministerin Ulrike Scharf gewonnen werden.

Eine Live-Umfrage zeigte, dass sich die Fachkräfte von der Politik mehr Anerkennung für ihre Arbeit wünschen, in ihren Einrichtungen aber überwiegend zufrieden sind. Nur wenige denken über einen Berufs- oder Ortswechsel nach. Dennoch bleiben Gehalt und beruflicher Stress wichtige Faktoren.

Dr. Timm Albers, Professor für Inklusive Pädagogik an der Universität Paderborn, hatte in seinem Vortrag das Tagesthema „anders, auffällig, fremd, normal …? Umgang mit Vielfalt in der frühen Bildung“ aufgegriffen und beleuchtete, wie Unterschiede in Herkunft, Fähigkeiten und Verhalten von Kindern wahrgenommen und bewertet werden.

Die Veranstaltung profitierte auch vom neuen Ambiente der Stadthalle und der Bewirtung durch den neuen Pächter. Im Nachhinein wurde das ganze „Paket“ des Fachtags in einer Rückmeldung der Teilnehmenden als gut bis sehr gut bewertet.

2.5.3 Ferienprogramm

Das Onlineportal für die Ferienprogrammangebote konnte 2025 weitere Veranstalter gewinnen und somit auf die Bedürfnisse der Kinder und Jugendlichen reagieren. Umweltbewusst wird mittels Visitenkarte mit QR-Code auf die Homepage mit allen aktuellen Veranstaltungen verlinkt.

In dem es Ressourcen einspart und Angebote immer aktuell für das ganze Jahr präsentiert, ist das Online-Portal eine zeitgemäße Lösung. Immer mehr Veranstalter versuchen über die Homepage der Stadt beworben zu werden, sehr zum Vorteil unserer Kinder, Jugendlichen und Eltern. Der Komfort der immer aktuellen Angebote und die Möglichkeit, die Veranstaltungen auch sehr kurzfristig anzupassen, zahlten sich bei Veranstaltern und Teilnehmern aus.

Auch dieses Jahr stießen überregionale Angebote auf sehr großen Anklang. Auswertungen zeigten die Tendenz, dass große Veranstaltungen sehr gut angenommen werden und kleinere Tages-Veranstaltungen eher mangels Anmeldungen ausfallen.

2.5.4 Jugendhaus Come In

Das Jugendhaus Come In ist eine zentrale Einrichtung der offenen Kinder- und Jugendarbeit und richtet sich an Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene im Alter von 12 bis 21 Jahren. Es schafft Räume für Begegnung, Orientierung und persönlichen Entwicklung und bietet einen niederschwelligen Zugang zu Freizeit-, Bildungs-, und Beteiligungsangeboten. Das Jugendhaus leistet damit einen wichtigen Beitrag zur sozialen Infrastruktur der Stadt Weilheim.

Im Jahr 2025 nutzten über 6000 junge Menschen die Angebote des Jugendhauses. Die hohe Inanspruchnahme zeigt, dass die Einrichtung ein verlässlicher Anlaufpunkt ist. Die Hauptzielgruppe liegt im Altersbereich zwischen 12 und 14 Jahren. Gleichzeitig war zu beobachten, dass zunehmend auch jüngere Kinder die Angebote des Jugendhauses nutzen wollen. Diese Entwicklung unterstreicht die Attraktivität der Einrichtung und den Bedarf an altersübergreifenden Angeboten.

Die pädagogische Arbeit im Jugendhaus wird von einem beständigen Team aus drei hauptamtlichen Fachkräften getragen. Die personelle Kontinuität ermöglichte den Aufbau stabiler Beziehungen zu den Besuchern und trug wesentlich zu einer verlässlichen und vertrauensvollen Atmosphäre bei. In Einzelgesprächen, die der individuellen Unterstützung und Begleitung der Jugendlichen dienten, konnten so insbesondere Themen wie Familie, Schule, Ausbildung und Freundschaften angesprochen werden.

Der offene Treff bildet den Kern der Arbeit im Jugendhaus. Er bietet jungen Menschen einen geschützten Raum zur selbstbestimmten Freizeitgestaltung und sozialen Begegnung. Ergänzend dazu wurden zahlreiche Angebote und Projekte umgesetzt. Von März bis Oktober fand monatlich ein Graffiti-Workshop statt, der auf großes Interesse stieß und auch externe Jugendliche erreichte. Das Ferienprogramm des Come In umfasste verschiedene Freizeitangebote und auch wieder einen Ausflug in den Skyline-Park.

Ein weiterer Schwerpunkt lag auf der Weiterentwicklung der Räumlichkeiten. Das Mädchenzimmer wurde neu gestaltet, der Cafébereich neu möbliert und der Gamingraum modernisiert. Das Jugendhaus wurde zudem für private Feiern genutzt. Auch im Bereich der kulturellen Jugendarbeit setzte das Jugendhaus wichtige Akzente. Es fanden mehrere Konzerte statt, die von einem breiten Publikum besucht wurden. Ein besonderes Highlight war die Teilnahme an der Weilheimer Kulturnacht.

Ein Thema, das im Jahr 2025 gemeinsam aufgegriffen wurde, war der hohe Medien- und Handykonsum. In einer Abstimmung sprachen sich schließlich rund zwei Drittel der teilnehmenden Jugendlichen für den Mittwoch als handyfreien Tag im Jugendhaus aus. Der Beteiligungsprozess verdeutlichte das Interesse der Jugendlichen an Mitbestimmung und bewusster Mediennutzung und bot zugleich Anlass für pädagogische Gespräche über Medienverhalten und alternative Freizeitgestaltung.

Zum Alltag im Jugendhaus gehörten auch ein taschengeldgerechtes Thekenangebot sowie klassische Freizeitmöglichkeiten wie Kicker, Dart und Billard, Playstation-Spiele, gemeinsames Musikhören sowie die Nutzung des hauseigenen Tonstudios. Entprechende Workshops im Tonstudio fanden großen Anklang. Darüber hinaus gab es regelmäßig Koch- und Backaktionen, darunter das gemeinsame Plätzchenbacken in der Vorweihnachtszeit. Im Dezember wurde die Advents- und Weihnachtszeit im Jugendhaus gemeinsam gestaltet. Die Jugendlichen dekorierten etwa den Cafébereich und stellten einen Christbaum auf. Den
Jahresabschluss bildete die gemeinsame Weihnachtsfeier mit Punsch und Plätzchen.

2.5.5 Streetwork / Gemeinwesenarbeit

Das Onlineportal für die Ferienprogrammangebote hat 2024 die Marke von mehr als 200 Veranstaltungen geknackt. Umweltbewusst wird der Interessent mittels Visitenkarte mit QR-Code auf die Homepage mit allen aktuellen Veranstaltungen geführt. So geht die Stadt voll mit der Zeit. Um Ressourcen einzusparen und die Angebote immer aktuell für das ganze Jahr anbieten zu können wird auf Printausgaben verzichtet. Immer mehr Veranstalter versuchen über die Homepage der Stadt beworben zu werden, sehr zum Vorteil unserer Kinder, Jugendlichen und Eltern. Der Komfort der stets aktuellen Angebote und die Möglichkeit, die Veranstaltungen auch sehr kurzfristig anzupassen, zahlten sich bei Veranstaltern und Teilnehmern aus. Auch dieses Jahr waren überregionale Veranstaltungen dabei, die sehr gefragt waren.

Elisa FinstererElisa Finsterer (Foto: privat)

Vielfältige und komplexe Lebenswelten der Jugendlichen sind die Matrix, in der sich Elisa Finsterer bewegt. Junge Menschen, die wegen großer Herausforderungen in der Schule, der Familie oder im sozialen Umfeld nach Orientierung und Unterstützung suchen, sind ihr Klientel. In ihrer Tätigkeit geht es um Komplikationen im Freundeskreis, in der Familie oder in der Partnerschaft. Individuelle Krisen, psychische und psychosomatische Erkrankungen sind ebenfalls wichtige Themen. Weiter geht es um Suchtverhalten, nicht nur bei stofflichen Süchten wie Nikotin, Alkohol, Medikamente oder illegale Drogen; auch Medien-, Handy- oder Kaufsucht zählen dazu. Gesprächsbedarf gibt es darüber hinaus in Sachen Armut und Schulden, Arbeits- und Wohnungssuche, Schulschwierigkeiten oder Straffälligkeit.

Die Stadträte im Hauptausschuss würdigten anerkennend die wertvolle Arbeit von Elisa Finsterer und fühlten sich mit der Erhöhung der Gemeinwesenarbeit um fünf Stunden bestätigt. 26 Stunden pro Woche hat die Sozialpädagogin und Streetworkerin nun zur Verfügung, um in Weilheim für Jugendliche da zu sein. Und zwar für jene, die nicht von institutionellen Angeboten erreicht werden, die also kaum in Vereine oder Organisationen eingebunden, sondern eher „im öffentlichen Raum unterwegs sind“.